Künstlerinformationen

The Fright

Single: "No One / Oblivion"
Album: "Canto V" VÖ: 13.10.17

Steamhammer / SPV

Hand aufs Herz: Es kann sich wohl kaum um x-beliebige Allerweltthemen handeln,
wenn eine Band wie The Fright ihre neueste Veröffentlichung nach einem der
bedeutendsten Werke der Weltliteratur benennt. Der Titel Canto V geht auf  ́Dantes
Inferno` zurück, also auf den Eröffnungsteil seiner  ́Göttlichen Komödie`, und
dokumentiert zweierlei: Es ist das fünfte Studioalbum der Thüringer Formation (daher
das römische Symbol für die Zahl 5), und es ist ein ganz besonderes Werk, musikalisch
wie thematisch. Denn mehr noch als auf den Vorgängerscheiben perfektionieren The
Fright auf Canto V ihre größten Stärken. Gleichzeitig erfüllt das erstklassige Songwriting
erneut mühelos internationale Standards und klingt ebenso eingängig wie ambitioniert.
Der Sound der Thüringer Darkrocker speist sich wie gewohnt aus ganz
unterschiedlichen Quellen, von Gothic Rock-Legenden wie Bauhaus, The Cult, The
Mission, Sisters Of Mercy oder 69 Eyes (mit denen The Fright 2013 auf Tour waren) bis
zum traditionellen Hard Rock á la Whitesnake, Mötley Crüe, Guns N` Roses oder Skid
Row. „Ich liebe Sebastian Bach!“ gesteht Sänger Lon Fright, der die Gruppe im Jahr
2002 gegründet hat. Canto V wird am 13. Oktober 2017 über Steamhammer/SPV
veröffentlicht, man sollte sich das Datum schon jetzt im Kalender rot ankreuzen.

Die erwähnten Stärken der fünfköpfigen Gruppe erlebt man auf Canto V in jeder
einzelnen Note. „In den neuen Songs haben wir die Mehrstimmigkeit, die schon immer
den Charakter unserer Musik bestimmt hat, auf ein noch höheres Level gehoben“,
erklärt Lon Fright, der das Album mit seinem dunklen, charismatischen Timbre diktiert
und dem seine besten Ideen in stiller Abgeschiedenheit kommen: „Die perfekte Situation
für mich ist, wenn ich im Garten die Ruhe genieße und dabei Ideen entwickeln kann, die
ich sofort auf meinem Computer aufnehme.“ In Kooperation mit Riff-Ideen seiner
Gitarristen Danny und Kane sowie Groove-Vorschlägen von Bassist Kain und
Schlagzeuger Luke Seven entsteht so das typische The Fright-Trademark: „Das Ziel
sind immer catchy Songs mit Refrains, die man mitsingen kann.“ Aber Achtung: Die
Themen auf Canto V sind alles andere als belanglose Singalongs, sondern drehen sich
beispielsweise in Stücken wie  ́No One`,  ́Leave` oder  ́Wander Alone` um generelle
Sinnfragen des Lebens. Lon Fright: „Durch die jüngsten Ereignisse wie Flüchtlingskrise,
neuer Nationalismus, Abschottung der Grenzen, Forderung von Überwachung und
Sicherheit sind die neuen Texte die gesellschaftskritischsten und politischsten, die ich
bisher geschrieben habe. Ich verstehe sie auch als Gegentrend zur inhaltslosen
„Lebemusik“, die man nicht nur im Mainstream findet.“

Inhaltlos ist Canto V in keinerlei Hinsicht. Jeder der zehn Tracks glänzt durch seine
großartigen Melodien und cleveren Arrangements. Sei es in  ́Bonfire Night`, einem
handfesten Hardrocker mit Gothic-Einschlag, der im Refrain geradezu explodiert. Oder
im an Sisters Of Mercy verweisenden Gothicrocker  ́Oblivion`, der offenkundig von den
späten 1980ern inspiriert wurde. Die für The Fright wohl ungewöhnlichste Nummer ist
das abschließende  ́In Sicherheit`, ein Coversong der Stuttgarter Punklegende
Fliehende Stürme. Lon Fright: „Es ist die erste Covernummer unserer Karriere, und das
erste Stück auf einem The Fright-Album in deutscher Sprache, eine Hommage an
meine Kindheit als Punk. Wir sind glücklich, dass wir Andreas Löhr, den Sänger und
Gründer von Fliehende Stürme, als Gastmusiker gewinnen konnten.“ Apropos Gast: Mit
Michelle Darkness von der deutschen Rockgruppe End Of Green gibt es in  ́Leave` eine
weitere namhafte Unterstützung.

Produziert wurde Canto V von Waldemar Sorychta in den Dortmunder  ́Waldstreet &
Denroad Studios`. „Waldemar als Produzent legendärer Scheiben wie etwa Wildhoney
von Tiamat war mein absoluter Wunschkandidat“, erklärt Lon Fright. „Er hat mit Bands
wie Moonspell, Lacuna Coil oder Sentenced gearbeitet und ist Fan von Type O
Negative, deshalb passt er perfekt in unser Raster. Dass er unser Album produziert hat,
kommt einem Ritterschlag gleich.“

Auf Canto V passt also alles zusammen, schließen sich Songs, Texte, Produktion und
Albumtitel zu einem – ähnlich wie in Dantes Schilderung – großen Kreis. Lon Fright:
„Canto V ist bekanntlich der erste richtige Höllenkreis. Wenn wir nicht schnell die Augen
öffnen und die Scheu vor allem Neuen ablegen, laufen wir Gefahr, immer tiefer in diesen
Strudel hineinzugeraten.“ The Fright haben einen ersten wichtigen Schritt aus diesem
Sog heraus gemacht.

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